Marienpflanzen auf dem Weg....

...nach Urschalling entdecken, sammeln, betrachten.

Pflanzen aus dem Wunder-vollen Garten der Maria, mit ihrer Symbolik, Wissenswertem aus der Heilkunde und ihrer Gesundheitswirkung für uns.

Dreifaltigkeitsfresko in der St. Jakobskirche zu Urschalling

Im Konzil zu Konstantinopel 869 wurde beschlossen, dass der Mensch nur eine

( weltliche?) Seele hat...

Der heilige Geist, vordem Sophia

( Weisheit/Geistin, hebr. Ruach, femininum !!! ) wurde quasi abgeschafft....von den Kirchenmännern. Verwandelt in ein Täubchen.

Ein geschlechtsloses Vögelchen.

 


Die Urschallinger Kirche Stammt aus dem Hochmittelalter, ca.11. Jahrhundert erbaut, etliche Umbauten, Verwandlungen. Vermutlich ( wenn man den Ort und den Altarstein betrachtet) auf einem Keltischen Heiligtum/ Kultplatz errichtet.

Die gotischen Fresken auf den Wänden der Kapelle sind außergewöhnlich. Überlebt haben sie nur, weil sie fast 400 Jahre unentdeckt unter Putzschichten verborgen blieben. Der Grundstein für die Kapelle wurde Anfang des 12. Jahrhunderts gelegt, vermutlich zur Zeit, als die mächtige Adelsfamilie der Grafen von Falkenstein über die Ländereien um den Chiemsee herrschte. Die Kapelle befand sich damals am Rand einer heute nicht mehr vorhandenen Burganlage. Zwar wurde die Kirche barockisiert und erhielt um 1711 die markante Zwiebelhaube, die wertvollen Fresken wurden mehrfach übertüncht. Ein Foto von 1926 zeigt die Kapelle noch mit Barockaltar und weißen Wänden. Erst in den 1960er-Jahren wurden die Fresken vorsichtig freigelegt.

Die kleine Kirche ist zwar eine Jakobuskirche. Dennoch sind bei den Fresken viele Darstellungen der Mutter Gottes zu sehen, und auch ein Zierband schmückt die Wand, in dem sich in gotischer Minuskelschrift »Ave Maria« lesen lässt. Anfang des 15. Jahrhunderts, als die Fresken entstanden, wurde Maria oft als Braut des Heiligen Geists bezeichnet....oder ist sie etwa der heilige Geist? ...bzw die Inkarnation des heiligen Geistes...wie Jesus die Inkarnation des Logos? Womöglich fände man auch in der Bibel, in der Genesis, den Büchern der Weisheit etc. eine Vater UND Muttergottheit? Unerhört...und vor Allem unbequem für die patriarchalen kirchlichen Machtinhaber.

Bei Wikpedia sehen einige wenige!  in dem Faltenwurf der Gewänder sogar eine weibliche Scham und einen Phallus... also bei ehrlicher Betrachtung: dazu braucht man keine Fantasie, nur eine unvoreingenommene Wahrnehmung!

Theologiestudenten müssen  sich die Urschallinger Darstellungen ansehen im Rahmen ihres Studiums. Aber offiziell glauben, dass das eine Frau sein könnte, tun /dürfen sie nicht.

Wie wäre es, wenn der Künstler, der die Trinität mit Jesus Christus, Sophia und Gottvater darstellte, noch etwas wußte vom Mysterium der weiblich-männlichen Schöpfungskräfte?

 

Auf dem Mittelgang des Kirchenschiffs steht ein tischhohe runde Steinsäule mit einer überwölbenden runden Abschlussplatte, die oben sieben kreiszylinderförmige Vertiefung aufweist.

 

Die Säule wurde unter dem Altarstein gefunden.

Der frühere Verwendungszweck dieser Vorrichtung ist ungeklärt; es wird vermutet, daß sie aus heidnischer Zeit stammen könnte. Spuren von Öl wurden gefunden, eventuell dienten die Schalen als Kräutergefäße oder Räucherschalen.

  • Steinsäule mit sieben symmetrisch angeordneten Vertiefungen auf dem Mittelgang.

 

  • 869/70 ging es um den Streit zwischen dem byzantinischen Patriarchen Photios I. und dem Papst Nikolaus I.. Das Konzil, an dem nur sehr wenige Bischöfe teilnahmen, exkommunizierte und verbannte Photios. Es wird von der katholischen Kirche als das achte ökumenische Konzil gezählt. Die von Photios vertretene Zwei-Seelen-Lehre, gemäß der dem Menschen eine höhere, unsterbliche Geist-Seele und eine irdische, vergängliche Seele eigen sind, wurde mit dem Bannfluch belegt...

 

 

Literatur

  • Evamaria Ciolina: Der Freskenzyklus von Urschalling, 1980.

  • Walter Brugger und Lisa Bahnmüller: Urschalling. Pannonia-Verlag, Raubling 1996, 3. Auflage

  • Nikolai Molodovsky, Walter Brugger, Pannonia, 4. Auflage 1980, Freilassing
  • Walter Brugger und Lisa Bahnmüller: Urschalling. 3. Auflage, Pannonia-Verlag, Raubling 2007.